
Nüsse & Samen
Mandeln
Mandeln sind die essbaren Samenkerne des Mandelbaums. Du kannst sie pur, geröstet oder als Zutat genießen. Ernährungsphysiologisch sind sie für ungesättigte Fette, Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamin E bekannt.

Mandeln haben einen mild-nussigen Geschmack und eine dünne braune Samenhaut, die beim Blanchieren entfernt wird. Botanisch sind sie die Samen einer Steinfrucht; in der Küche zählen sie zu den Nüssen. Du kannst Süßmandeln beispielsweise in Müsli, Gebäck, Mandelmus oder herzhaften Gerichten verwenden. Die Nährstoffmengen findest du in der Nährwerttabelle pro 100 g zusammen mit der Quellenangabe. Mandeln können allergische Reaktionen auslösen. Bittermandeln sind nicht mit Süßmandeln austauschbar: Sie enthalten Amygdalin, aus dem giftige Blausäure freigesetzt werden kann, und eignen sich nicht zum rohen Verzehr.
Was sind Mandeln?
Mandeln sind die essbaren Samenkerne des Mandelbaums (Prunus dulcis). Botanisch gehören sie zu den Samen einer Steinfrucht, in der Küche zählen sie zu den Nüssen. Süßmandeln schmecken mild und nussig. Ihre dünne braune Samenhaut lässt sich durch Blanchieren entfernen.
Verwendung und Nährstoffe
Du kannst Mandeln pur oder geröstet essen und zum Beispiel in Müsli, Gebäck, Mandelmus oder herzhaften Gerichten verwenden. Sie enthalten ungesättigte Fette, Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamin E. Die Nährstoffmengen pro 100 g findest du in der Nährwerttabelle.
Allergie und Bittermandeln
Mandeln können allergische Reaktionen auslösen. Bei einer bestätigten Mandelallergie meide Mandeln und Lebensmittel mit Mandelprotein. Reaktionen können schwer sein und bis zur Anaphylaxie reichen. Bei Atemnot, Schwellung im Hals oder Kreislaufzusammenbruch brauchst du sofort medizinische Notfallhilfe.
Bittermandeln nicht roh essen
Rohe Bittermandeln können beim Kauen und Verdauen giftige Blausäure freisetzen. Iss sie nicht und gib sie insbesondere nicht Kindern. Diese Warnung betrifft Bittermandeln, nicht die üblichen essbaren Süßmandeln.
Ganze Mandeln für kleine Kinder vermeiden
Gib Kindern unter fünf Jahren keine ganzen Mandeln, da sie daran ersticken können. Verwende Mandeln altersgerecht fein gemahlen oder zerkleinert im Essen.
Wenn du eine andere Nussallergie, eine Nierenerkrankung oder Calciumoxalat-Nierensteine hast, kläre individuell ab, ob und in welcher Menge Mandeln für dich geeignet sind.
Nährstoffe
- Ballaststoffe12,5 gpro 100 g[10]
- Calcium260 mgpro 100 g[10]
- Eisen3,4 mgpro 100 g[10]
- Magnesium270 mgpro 100 g[10]
- Phosphor510 mgpro 100 g[10]
- Kalium800 mgpro 100 g[10]
- Zink3,5 mgpro 100 g[10]
- Kupfer0,96 mgpro 100 g[10]
- Vitamin A0,61 µgpro 100 g[10]
- Vitamin E22,3 mgpro 100 g[10]
- Vitamin B60,07 mgpro 100 g[10]
- Vitamin B120 µgpro 100 g[10]
- Folat120 µgpro 100 g[10]
Sicherheitshinweise
Gegenanzeige
Bei Mandelallergie meiden
Wenn du eine bestätigte Mandelallergie hast, meide Mandeln und Lebensmittel mit Mandelprotein. Reaktionen können bis zur Anaphylaxie reichen. Bei Atemnot, Schwellung im Hals oder Kreislaufzusammenbruch brauchst du sofort medizinische Notfallhilfe; befolge deinen verordneten Adrenalin-Notfallplan. [1]
Vorsicht
Andere Nussallergien individuell abklären
Eine Allergie gegen eine andere Nuss bedeutet nicht automatisch, dass du auch Mandeln meiden musst. Wenn eine Mandelallergie vermutet wird oder du andere Nussallergien hast, kläre die Einführung mit deinem Allergieteam ab; teste die Verträglichkeit nicht eigenständig zu Hause. [2]
Obergrenze
Cyanid-Referenzwert ist keine Mandelportion
EFSA legt für Cyanid eine akute Referenzdosis von 20 µg pro kg Körpergewicht fest, unabhängig von der Lebensmittelquelle. Das ist weder eine empfohlene Mandelportion noch eine dauerhafte tägliche Aufnahmemenge. Daraus lässt sich keine garantiert sichere Zahl an Bittermandeln ableiten. [3]
Vorsicht
Keine ganzen Mandeln für Kinder unter fünf Jahren
Gib Kindern unter fünf Jahren keine ganzen Mandeln: Sie können daran ersticken. Verwende altersgerecht fein gemahlene oder zerkleinerte Mandeln im Essen. Mandelmus sollte nicht allein als voller Löffel gegeben werden. [5]
Vorsicht
Einführung bei erhöhtem Allergierisiko abklären
Wenn dein Baby ein Ekzem, eine bekannte Lebensmittelallergie oder eine familiäre Allergiegeschichte hat, hole vor der Einführung von Mandeln fachlichen Rat ein. Führe allergene Lebensmittel einzeln und in altersgerechter Form ein, damit du Reaktionen erkennen kannst. [6]
Vorsicht · Schwangere
In der Schwangerschaft nicht pauschal meiden
In der Schwangerschaft musst du gewöhnliche essbare Süßmandeln nicht allein wegen der Schwangerschaft meiden. Meide sie bei Mandelallergie oder wenn dir medizinisch dazu geraten wurde. Das gilt nicht für rohe Bittermandeln oder konzentrierte Extrakte. [7]
Vorsicht
Bei Calciumoxalatsteinen individuell abstimmen
Wenn du Calciumoxalat-Nierensteine hattest, kann es sinnvoll sein, Mandeln und andere Nussprodukte im Rahmen einer oxalatbewussten Ernährung zu begrenzen. Stimme das mit deinem Behandlungsteam ab; diese Einschränkung gilt nicht automatisch für alle Menschen mit Nierensteinen. [8]
Vorsicht
Bei Nierenversagen in den Ernährungsplan einpassen
Bei fortgeschrittener Nierenerkrankung oder Nierenversagen muss deine Mandelportion möglicherweise an deinen individuellen Phosphor- und Kaliumplan angepasst werden. Lass dich dazu von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft beraten. Mandeln sind nicht für alle Betroffenen grundsätzlich verboten. [9]
Häufige Fragen
Was sind Mandeln?
Mandeln sind die essbaren Samenkerne des Mandelbaums. Sie gehören zur Gruppe der Nüsse und Samen.
Welche Nährstoffe enthalten Mandeln?
Mandeln enthalten Ballaststoffe, Eiweiß, ungesättigte Fette und Vitamin E. Sie enthalten außerdem Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Phosphor.
Sind Mandeln eine Quelle für Vitamin E?
Ja. Mandeln enthalten laut Nährwertangabe 22,3 mg Vitamin E pro 100 g.
Kann man rohe Bittermandeln essen?
Rohe Bittermandeln solltest du nicht essen. Die Sicherheitshinweise zu Mandeln nennen sie ausdrücklich als zu meiden.
Weitere Einträge
Kürbiskerne
Kürbiskerne sind die essbaren Samen von Kürbissen. Sie schmecken nussig, sind für ihren Ölgehalt bekannt und werden als Snack oder Zutat in vielen Gerichten verwendet.
Quellen
- 01US Food and Drug AdministrationFood Allergies: What You Need to KnowQuelle öffnen
- 02Guy's and St Thomas' NHS Foundation TrustHome introduction of nuts, for adults - OverviewQuelle öffnen
- 03EFSA Journal · 2019Evaluation of the health risks related to the presence of cyanogenic glycosides in foods other than raw apricot kernelsDOI 10.2903/j.efsa.2019.5662
- 04Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und LebensmittelsicherheitVorsicht beim Verzehr von bitteren Mandeln und bitteren Aprikosenkernen – Gefahr durch BlausäureQuelle öffnen
- 05NHSFoods to avoid giving babies and young childrenQuelle öffnen
- 06NHSFood allergies in babies and young childrenQuelle öffnen
- 07NHSFoods to avoid in pregnancyQuelle öffnen
- 08National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney DiseasesEating, Diet, & Nutrition for Kidney StonesQuelle öffnen
- 09National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney DiseasesEating Right with Kidney FailureQuelle öffnen
- 10ANSES – French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety – Ciqual French food composition table · 2025Almond, with peel, no added salt (CIQUAL 15000)Quelle öffnen
