Illustration von Lachs, Muscheln, einem halben Ei und einer Schale Naturjoghurt.

Vitamine

Vitamin B12

Vitamin B12 ist ein lebensnotwendiges, wasserlösliches Vitamin. Dein Körper benötigt es für die normale Funktion des Nervensystems, die Bildung roter Blutkörperchen und die DNA-Synthese.

Nährstoff8 zugelassene EU-Angaben22 Quellen

Vitamin B12 bezeichnet eine Gruppe verwandter, kobalthaltiger Verbindungen: die Cobalamine. Die aktiven Coenzymformen sind Methylcobalamin und Adenosylcobalamin. Andere Formen, etwa Cyanocobalamin und Hydroxocobalamin, kann dein Körper in diese aktiven Formen umwandeln. B12 wird von bestimmten Mikroorganismen gebildet; du musst es über die Ernährung aufnehmen. Es kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor und wird auch angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt. Cyanocobalamin ist dabei nur eine bestimmte B12-Form, kein genaues Synonym für die gesamte Vitamingruppe.

Vitamin B12: wichtig für Nerven und Blutbildung

Vitamin B12 ist ein lebensnotwendiges, wasserlösliches Vitamin. Dein Körper braucht es für die normale Funktion des Nervensystems, die Bildung roter Blutkörperchen und die DNA-Synthese. Es trägt auch zum normalen Energiestoffwechsel bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung. Das bedeutet aber nicht, dass zusätzliche B12-Präparate bei ausreichender Versorgung deine Leistung verbessern.

Der Name steht für eine Gruppe kobalthaltiger Verbindungen, die Cobalamine. Die aktiven Formen sind Methylcobalamin und Adenosylcobalamin. Andere Formen, etwa Cyanocobalamin und Hydroxocobalamin, kann dein Körper in diese aktiven Formen umwandeln.

Wo du Vitamin B12 findest

Vitamin B12 kommt natürlicherweise vor allem in Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten vor. Auch angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel enthalten B12. Bei angereicherten Produkten kannst du auf dem Etikett prüfen, ob und wie viel B12 zugesetzt wurde. Gewöhnliche, nicht angereicherte pflanzliche Lebensmittel sind keine zuverlässigen Quellen. Wenn du dich vegan ernährst, solltest du deshalb besonders auf deine B12-Versorgung achten.

Aufnahme und Speicher: nicht nur die Zufuhr zählt

B12, das an Nahrungsproteine gebunden ist, muss bei der Verdauung zunächst freigesetzt werden. Der wichtigste Aufnahmeweg nutzt den im Magen gebildeten Intrinsic Factor und den letzten Abschnitt des Dünndarms. Eine unzureichende Versorgung kann deshalb sowohl durch eine geringe Zufuhr als auch durch eine gestörte Aufnahme entstehen.

Dein Körper speichert B12, insbesondere in der Leber. Bei zu geringer Zufuhr können mehrere Jahre vergehen, bis Mangelsymptome auftreten. Keine Symptome zu bemerken, bedeutet daher nicht automatisch, dass deine Versorgung ausreicht. Ein erhöhtes Risiko haben unter anderem ältere Menschen, Menschen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen oder entsprechenden Operationen sowie Menschen mit veganer oder manchen vegetarischen Ernährungsweisen. Eine ärztliche Abklärung kann bei diesen Risiken sinnvoll sein.

Was zusätzliche Präparate leisten – und was unklar bleibt

  • Müdigkeit: B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Für einen Nutzen zusätzlicher Präparate bei ungeklärter Müdigkeit ohne ausgeprägten B12-Mangel ist die Evidenz jedoch unzureichend.
  • Gedächtnis und Denken: Eine systematische Übersicht zeigte bei Erwachsenen ohne ausgeprägten B12-Mangel oder fortgeschrittene neurologische Erkrankung keinen nachgewiesenen kognitiven Nutzen einer Supplementierung. Das gilt nicht für die Behandlung eines bestätigten Mangels.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Ein normaler Homocystein-Stoffwechsel ist nicht gleichbedeutend mit einem Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ergebnisse aus B-Vitamin-Kombinationen lassen sich nicht B12 allein zuschreiben; die Evidenz für einen spezifischen Nutzen von B12 ist begrenzt.
  • Wahl der B12-Form: Eine generell bessere Aufnahme von Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin aus Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht belegt. Das beweist aber auch nicht, dass alle Formen in jeder Situation gleichwertig sind.

Sicherheit und Medikamente

Für B12 wurde keine tolerierbare Höchstaufnahmemenge festgelegt. Das bekannte Toxizitätspotenzial ist gering, doch beliebig hohe Mengen sind damit nicht nachweislich sicher oder sinnvoll. Nimm dauerhaft hohe Dosen nur bei begründetem Bedarf und mit entsprechender Beratung. Metformin sowie Protonenpumpenhemmer und H2-Rezeptorantagonisten können die B12-Versorgung beeinträchtigen. Besprich bei Bedarf Kontrollen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und setze verordnete Medikamente nicht eigenständig ab.

Wie Ernährung wirkt

  • Evidenz: stark

    Energiestoffwechsel

    • Vitamin B12 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. [1][2][3]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Nervensystem

    • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. [1][3]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Homocystein-Stoffwechsel

    • Vitamin B12 trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei. [1][3][4]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Psychische Funktion

    • Vitamin B12 trägt zur normalen psychischen Funktion bei. [1][5]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Bildung roter Blutkörperchen

    • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Bildung roter Blutkörperchen bei. [1][2]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Immunsystem

    • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. [1][2]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Müdigkeit und Ermüdung

    • Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. [1][5]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: stark

    Zellteilung

    • Vitamin B12 hat eine Funktion bei der Zellteilung. [1][2]

      EU-zugelassene Angabe

  • Evidenz: mittelneutral

    Kognitive Funktion

    • Bei Erwachsenen ohne ausgeprägten Vitamin-B12-Mangel oder fortgeschrittene neurologische Erkrankung zeigte eine systematische Übersicht keinen nachgewiesenen Nutzen einer B12-Supplementierung für die kognitive Funktion. [5]

      Studienlage

  • Evidenz: begrenztgemischt

    Herz-Kreislauf-Gesundheit

    • Homocysteinsenkende B-Vitamin-Regime, darunter Kombinationen mit B12, verringerten Herzinfarkte oder Todesfälle nicht; eine kleine Verringerung von Schlaganfällen lässt sich nicht B12 allein zuschreiben. [4][3]

      Studienlage

Aussagen & Evidenz

  • Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin. Seine verschiedenen Formen werden als Cobalamine bezeichnet. [3]

    Cobalamine sind kobalthaltige Verbindungen. Methylcobalamin und Adenosylcobalamin sind die biologisch aktiven Formen von Vitamin B12.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Vitamin B12 kommt natürlicherweise vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Mit B12 angereicherte Lebensmittel sind eine weitere Quelle; gewöhnliche, nicht angereicherte pflanzliche Lebensmittel sind keine zuverlässigen Quellen. [3]

    Zu den natürlichen Quellen gehören Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte. Bei angereicherten Lebensmitteln kannst du auf dem Etikett prüfen, ob Vitamin B12 zugesetzt wurde.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Die Aufnahme von Vitamin B12 aus Lebensmitteln erfordert mehrere Verdauungsschritte. Der wichtigste Aufnahmeweg nutzt den im Magen gebildeten Intrinsic Factor und den letzten Abschnitt des Dünndarms. [6]

    An Nahrungsproteine gebundenes B12 muss zunächst freigesetzt werden. Wie viel dein Körper aufnimmt, hängt unter anderem von der Quelle, der Dosis und der Funktionsfähigkeit dieses Aufnahmewegs ab.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Dein Körper speichert Vitamin B12, insbesondere in der Leber. Deshalb können bei unzureichender Zufuhr mehrere Jahre vergehen, bis Mangelsymptome auftreten. [6][3]

    Wie lange die Speicher ausreichen, ist individuell verschieden. Wenn du keine Symptome bemerkst, bedeutet das daher nicht automatisch, dass deine Versorgung ausreichend ist.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Die EFSA nennt für Vitamin B12 eine angemessene Zufuhr von 4 µg pro Tag für Erwachsene, 4,5 µg pro Tag in der Schwangerschaft und 5 µg pro Tag in der Stillzeit. [6]

    Das sind Referenzwerte für die Ernährung gesunder Bevölkerungsgruppen, keine Dosierungsempfehlungen zur Behandlung eines Mangels. Die Daten reichten nicht aus, um einen durchschnittlichen Bedarf abzuleiten; dein genauer individueller Bedarf lässt sich daraus nicht bestimmen.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Ältere Menschen, Menschen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen oder entsprechenden Operationen sowie Menschen mit veganer oder manchen vegetarischen Ernährungsweisen haben ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Vitamin-B12-Versorgung. [3]

    Eine unzureichende Versorgung kann sowohl durch eine geringe Zufuhr als auch durch eine gestörte Aufnahme entstehen. Wenn du zu einer Risikogruppe gehörst, kann eine ärztliche Abklärung deiner Versorgung sinnvoll sein.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Für Vitamin B12 konnte kein tolerierbarer oberer Zufuhrwert abgeleitet werden, weil geeignete Daten zu unerwünschten Wirkungen fehlten. [6]

    Dass kein solcher Grenzwert festgelegt wurde, ist gut dokumentiert. Es bedeutet jedoch nicht, dass beliebig hohe Mengen nachweislich sicher oder sinnvoll sind.

    NährwertangabeEvidenz: stark

  • Eine generell bessere Aufnahme von Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin aus Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht belegt. [3]

    Laut NIH ODS gibt es keine Belege dafür, dass sich die Aufnahme aus Nahrungsergänzungsmitteln je nach B12-Form unterscheidet. Das belegt keine Überlegenheit einer Form, beweist aber auch nicht, dass alle Formen in jeder Situation gleichwertig sind.

    StudienlageEvidenz: unzureichend

Sicherheitshinweise

  • Obergrenze

    Keine tolerierbare Höchstaufnahmemenge festgelegt

    Für Vitamin B12 wurde keine tolerierbare Höchstaufnahmemenge (UL) festgelegt; sein bekanntes Toxizitätspotenzial ist gering. Das bedeutet aber nicht, dass jede Dosis über beliebig lange Zeit nachweislich sicher ist. Nimm dauerhaft hohe Dosen nur mit einem begründeten Bedarf und entsprechender Beratung. [8][9][3]

  • Obergrenze

    BfR-Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel

    Das BfR empfiehlt maximal 25 µg Vitamin B12 pro empfohlener Tagesdosis eines einzelnen Nahrungsergänzungsmittels. Das ist eine Empfehlung zur Produktgestaltung, kein toxikologisch abgeleiteter UL und keine Obergrenze für eine ärztlich verordnete Mangelbehandlung. [10]

  • Vorsicht

    Bekannte B12- oder Kobaltallergie beachten

    B12-Präparate können allergische Reaktionen auslösen, besonders bei bekannter Kobaltallergie. Hautreaktionen können sofort oder verzögert auftreten. Eine reine Kontaktallergie gegen Kobalt schliesst eine notwendige Behandlung nicht automatisch aus; nach einer schweren Reaktion brauchst du eine individuelle ärztliche Beurteilung und die Beachtung der jeweiligen Produktinformation. Bei Atemnot, Schwellung von Mund oder Rachen oder Kollaps ruf sofort den Notruf. [11][12][13]

  • Nebenwirkung

    Nebenwirkungen bei B12-Injektionen

    Bei Hydroxocobalamin-Injektionen zur Mangelbehandlung können Schmerzen, Schwellung oder Juckreiz an der Einstichstelle sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel oder Hautrötung auftreten. Lass anhaltende oder belastende Beschwerden und neu auftretendes Herzklopfen ärztlich abklären. Diese Angaben gelten nicht automatisch für orale Präparate. [14]

  • Nebenwirkung

    Akneähnliche Hautreaktionen wurden berichtet

    Akneähnliche Hautreaktionen wurden unter anderem nach hoch dosiertem, parenteral verabreichtem Hydroxocobalamin berichtet. Die Daten sind begrenzt: Häufigkeit und verlässliche Dosisschwellen sind nicht bekannt. Wenn du während einer Behandlung neue Hautveränderungen bemerkst, besprich sie mit deinem Behandlungsteam. [9]

  • Vorsicht

    Kaliumkontrolle bei schwerer Anämie

    Bei intensiver Behandlung einer schweren megaloblastären Anämie mit Cyanocobalamin-Injektionen kann der Kaliumspiegel gefährlich abfallen. Die anfängliche Behandlung sollte deshalb ärztlich überwacht werden. Das ist eine behandlungsspezifische Vorsichtsmassnahme, keine bekannte Gefahr durch normale B12-Mengen in Lebensmitteln. [13]

  • Wechselwirkung

    Metformin kann den B12-Spiegel senken

    Wenn du Metformin einnimmst, kann dein B12-Spiegel sinken und ein Mangel entstehen, besonders bei höheren Dosen, längerer Einnahme oder zusätzlichen Risikofaktoren. Bei Mangelverdacht ist eine Untersuchung sinnvoll; bei erhöhtem Risiko können regelmässige Kontrollen erwogen werden. Setze Metformin nicht eigenständig ab: Die Behandlung kann in der Regel weiterlaufen, während der Mangel ausgeglichen wird. [15]

  • Wechselwirkung

    Säureblocker können die B12-Aufnahme beeinträchtigen

    Protonenpumpenhemmer und H2-Rezeptorantagonisten können die Freisetzung und Aufnahme von B12 aus Lebensmitteln vermindern. Wenn du solche Medikamente langfristig einnimmst, besprich deinen B12-Status bei Bedarf mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Setze verordnete Medikamente nicht eigenständig ab. [3]

  • Wechselwirkung

    Lachgas inaktiviert Vitamin B12

    Lachgas kann B12 inaktivieren und neurologische oder hämatologische Schäden verursachen. Bei bestehendem B12-Mangel kann schon eine einzelne Anwendung zur Narkose problematisch sein; ein normal gemessener B12-Spiegel schliesst die Wirkung nicht sicher aus. Informiere das Anästhesieteam, wenn du einen bekannten Mangel oder entsprechende Risikofaktoren hast. [16]

  • Vorsicht

    Cyanocobalamin bei Leber-Optikusneuropathie

    Wenn du eine hereditäre Leber-Optikusneuropathie hast, lass die Wahl des B12-Präparats fachärztlich beurteilen. US-amerikanische Fachinformationen zu Cyanocobalamin-Injektionen warnen bei früher Leber-Erkrankung vor schwerer, rasch fortschreitender Optikusatrophie. Diese Warnung darf nicht pauschal auf alle B12-Formen übertragen werden. [13]

  • Vorsicht

    Injektionspräparat bei besonderen Risiken sorgfältig wählen

    Bei Frühgeborenen und Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion muss das konkrete Injektionspräparat geprüft werden. Manche Cyanocobalamin-Injektionen enthalten Benzylalkohol mit Warnhinweisen für Frühgeborene; bestimmte Präparate warnen ausserdem vor Aluminium-Anreicherung bei längerer parenteraler Anwendung und eingeschränkter Nierenfunktion. Das sind produktbezogene Risiken, kein Beleg dafür, dass gewöhnliche orale B12-Mengen die Nieren schädigen. [13]

  • Vorsicht

    Mangelbehandlung in Schwangerschaft und Stillzeit

    Hydroxocobalamin kann bei einem B12-Mangel auch in Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden. Wenn du betroffen bist, lass Dosierung und Behandlung ärztlich festlegen; diese Empfehlung ist keine Freigabe für unnötige Megadosen. Hat dein gestilltes Kind selbst einen B12-Mangel, ersetzt deine Behandlung nicht die eigene Behandlung des Kindes. [17]

  • Vorsicht

    Intravenöses Cyanid-Gegenmittel ist ein Sonderfall

    Hydroxocobalamin als intravenöses Gegenmittel bei Cyanidvergiftung (Cyanokit) wird in Grammdosen unter medizinischer Notfallversorgung gegeben. Dabei sind unter anderem Überempfindlichkeit, vorübergehender Blutdruckanstieg, akute Nierenschäden sowie Störungen von Labortests und Dialysegeräten dokumentiert. Diese Risiken dürfen nicht auf normale B12-Nahrungsergänzung oder übliche Mangelbehandlung übertragen werden. [18]

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin B12?

Vitamin B12 kommt natürlicherweise vor allem in Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten vor. Auch mit B12 angereicherte Lebensmittel sind eine Quelle; auf dem Etikett kannst du prüfen, ob B12 zugesetzt wurde.

Wie viel Vitamin B12 brauche ich täglich?

Die EFSA nennt als angemessene Zufuhr für Erwachsene 4 µg täglich, in der Schwangerschaft 4,5 µg und in der Stillzeit 5 µg. Das sind Ernährungsreferenzwerte für gesunde Bevölkerungsgruppen, keine Dosierungsempfehlungen für Präparate oder die Behandlung eines Mangels.

Worauf muss ich bei Vitamin B12 achten, wenn ich mich vegan ernähre?

Gewöhnliche, nicht angereicherte pflanzliche Lebensmittel sind keine zuverlässigen B12-Quellen; bei veganer Ernährung ist das Risiko einer unzureichenden Versorgung erhöht. B12 ist in angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Eine ärztliche Abklärung deiner Versorgung kann sinnvoll sein.

Helfen Vitamin-B12-Präparate gegen Müdigkeit?

Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, aber das bedeutet nicht, dass zusätzliche Präparate jede Müdigkeit lindern. Bei ungeklärter Müdigkeit ohne ausgeprägten B12-Mangel ist die Evidenz für einen Nutzen unzureichend.

Ist Methylcobalamin besser als Cyanocobalamin?

Eine generell bessere Aufnahme von Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin aus Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht belegt. Dein Körper kann Cyanocobalamin in die aktiven B12-Formen umwandeln; daraus folgt jedoch nicht, dass alle Formen in jeder Situation gleichwertig sind.

  • Folat

    Folat ist ein wasserlösliches B-Vitamin. Seine aktiven Formen sind an der DNA-Bildung und am Aminosäurestoffwechsel beteiligt.

  • Vitamin A

    Vitamin A ist ein lebensnotwendiges, fettlösliches Vitamin. Du nimmst es als vorgebildetes Vitamin A oder als pflanzliche Vorstufen auf.

  • Vitamin C

    Vitamin C ist ein lebensnotwendiges, wasserlösliches Vitamin, das du über die Ernährung aufnehmen musst. Seine wichtigste chemische Form ist L-Ascorbinsäure.

  • Vitamin D

    Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Der Begriff umfasst vor allem Vitamin D₂ und D₃; D₃ kann dein Körper mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut bilden.

  • Vitamin K

    Vitamin K ist ein lebensnotwendiges, fettlösliches Vitamin. Dein Körper braucht es zur Aktivierung von Proteinen, die an der Blutgerinnung und am Knochenstoffwechsel beteiligt sind.

  • Vitamin B6

    Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin. Seine aktiven Formen unterstützen zahlreiche Stoffwechselprozesse, besonders den Stoffwechsel von Aminosäuren.

Quellen

  1. 01European Commission · 2012Commission Regulation (EU) No 432/2012 establishing a list of permitted health claims made on foods, other than those referring to the reduction of disease risk and to children's development and healthQuelle öffnen
  2. 02EFSA Journal · 2009Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to vitamin B12 and red blood cell formation (ID 92, 101), cell division (ID 93), energy-yielding metabolism (ID 99, 190) and function of the immune system (ID 107) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006DOI 10.2903/j.efsa.2009.1223
  3. 03National Institutes of Health, Office of Dietary SupplementsVitamin B12 - Health Professional Fact SheetQuelle öffnen
  4. 04Cochrane · 2017Homocysteine-lowering interventions (B-complex vitamin therapy) for preventing cardiovascular eventsQuelle öffnen
  5. 05Nutrients · 2021Effects of Vitamin B12 Supplementation on Cognitive Function, Depressive Symptoms, and Fatigue: A Systematic Review, Meta-Analysis, and Meta-RegressionQuelle öffnen
  6. 06EFSA Journal · 2015Scientific Opinion on Dietary Reference Values for cobalamin (vitamin B12)EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA)DOI 10.2903/j.efsa.2015.4150
  7. 07European Parliament and Council of the European Union · 2011Regulation (EU) No 1169/2011 on the provision of food information to consumersQuelle öffnen
  8. 08European Food Safety AuthoritySummary tables of tolerable upper intake levels for vitamins and minerals, version 8Quelle öffnen
  9. 09Scientific Committee on Food; EFSA Scientific Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies · 2006Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and MineralsQuelle öffnen
  10. 10German Federal Institute for Risk AssessmentMaximum levels for the addition of vitamin B12 to foods including food supplementsQuelle öffnen
  11. 11Medicines and Healthcare products Regulatory AgencyVitamin B12 (hydroxocobalamin, cyanocobalamin): advise patients with known cobalt allergy to be vigilant for sensitivity reactionsQuelle öffnen
  12. 12NHSSide effects of cyanocobalaminQuelle öffnen
  13. 13US National Library of Medicine, DailyMedDailyMed - CYANOCOBALAMIN injection, solutionQuelle öffnen
  14. 14NHSSide effects of hydroxocobalaminQuelle öffnen
  15. 15Medicines and Healthcare products Regulatory AgencyMetformin and reduced vitamin B12 levels: new advice for monitoring patients at riskQuelle öffnen
  16. 16Medicines and Healthcare products Regulatory AgencyNitrous oxide: neurological and haematological toxic effectsQuelle öffnen
  17. 17NHSPregnancy, breastfeeding and fertility while having hydroxocobalaminQuelle öffnen
  18. 18European Medicines AgencyCyanokit, INN-hydroxocobalamin: product informationQuelle öffnen
  19. 19European Food Safety Authority · 2017Dietary Reference Values for nutrients: Summary reportQuelle öffnen
  20. 202024Elevated Vitamin B12, Risk of Cancer, and Mortality: A Systematic ReviewPubMed 38953509Quelle öffnen
  21. 21Cochrane · 2018Oral vitamin B12 compared with intramuscular vitamin B12 for vitamin B12 deficiencyQuelle öffnen
  22. 22Bundesinstitut für RisikobewertungVitamin B12 – bei pflanzenbasierter Ernährung besonders auf eine angemessene Versorgung achtenQuelle öffnen