
Vitamine
Vitamin B6
Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin. Seine aktiven Formen unterstützen zahlreiche Stoffwechselprozesse, besonders den Stoffwechsel von Aminosäuren.
Vitamin B6 bezeichnet nicht nur einen einzelnen Stoff, sondern eine Familie verwandter Verbindungen. Dazu gehören Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin sowie ihre Phosphatformen. Eine zentrale aktive Form ist Pyridoxal-5′-phosphat, kurz PLP. Vitamin B6 kommt in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor und kann auch zugesetzt werden, etwa in angereicherten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln. Der Name „Pyridoxin“ wird häufig für Vitamin B6 verwendet, bezeichnet genau genommen aber nur eine seiner Formen. Für dich wichtig: Wasserlöslich bedeutet nicht harmlos – eine übermäßige Zufuhr kann periphere Nerven schädigen.
Vitamin B6: eine Familie mit vielen Aufgaben
Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin. Der Name steht für mehrere verwandte Verbindungen, darunter Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin sowie ihre Phosphatformen. Pyridoxin ist also genau genommen nur eine Form von Vitamin B6. Eine zentrale aktive Form ist Pyridoxal-5′-phosphat, kurz PLP. Als Coenzym unterstützt B6 zahlreiche Stoffwechselprozesse, besonders den Stoffwechsel von Aminosäuren – den Bausteinen von Eiweiß.
Was Vitamin B6 in deinem Körper leistet
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zur normalen Funktion des Nervensystems und des Immunsystems bei. Es unterstützt außerdem den normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel und die normale Bildung roter Blutkörperchen. Diese Funktionen sind in der EU durch die Verordnung (EU) Nr. 432/2012 als gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Sie bedeuten aber nicht, dass zusätzliche Präparate dir bei ausreichender Versorgung mehr Energie geben, deine Konzentration verbessern oder dich vor Infektionen schützen.
Versorgung über Lebensmittel
Vitamin B6 kommt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Es kann außerdem angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt werden. Ein Teil des B6 in pflanzlichen Lebensmitteln liegt in glykosylierten Formen vor, die weniger gut verfügbar sind. Pflanzliche Lebensmittel tragen trotzdem zu deiner Versorgung bei; eine einheitliche Aufnahmequote lässt sich daraus nicht ableiten. Ein isolierter B6-Mangel ist selten. Ein niedriger B6-Status tritt häufig zusammen mit einem niedrigen Status anderer B-Vitamine auf, etwa Folat und Vitamin B12.
Referenzzufuhr, Etikettenwert und Obergrenze
Die Werte haben unterschiedliche Aufgaben und sind nicht miteinander austauschbar.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln zählt die Gesamtmenge
Prüfe auch Multivitamine sowie Magnesium- und Zinkpräparate auf Vitamin B6 und rechne die Mengen der jeweiligen Tagesdosen zusammen. Die Obergrenze gilt nicht für jedes Präparat einzeln. Für Kinder gelten niedrigere altersabhängige Werte; bei 4–6-Jährigen liegt die EFSA-Obergrenze beispielsweise bei 4,5 mg täglich. Hoch dosierte Erwachsenenpräparate solltest du Kindern nicht ohne ärztliche Empfehlung geben.
Zu viel B6 kann Nerven schädigen
Eine übermäßige Zufuhr, besonders durch längerfristig hoch dosierte Präparate, kann eine periphere sensorische Neuropathie verursachen. Mögliche Zeichen sind Kribbeln, Brennen oder Taubheit an Händen und Füßen sowie Koordinationsprobleme. Treten solche Beschwerden auf, setze nicht ärztlich verordnete B6-Präparate ab und lass dich zeitnah ärztlich untersuchen. Bei verordneten Präparaten kontaktiere die behandelnde Praxis. Die Erholung kann unvollständig sein. Wasserlöslichkeit schützt nicht vor diesen Schäden.
Die individuelle Empfindlichkeit und die Zeit bis zum Auftreten von Nervenschäden variieren. Die Obergrenze von 12 mg ist deshalb keine genaue Schwelle, ab der Beschwerden beginnen. Es gibt auch keine ausreichenden Belege dafür, dass die als „aktiv“ angebotene Form P-5-P beziehungsweise PLP bei hohen Ergänzungsdosen sicherer ist als Pyridoxin. Die EFSA-Obergrenzen gelten für alle B6-Formen. Eine bestehende Neuropathie solltest du nicht eigenständig mit B6 behandeln: Für B6 allein als allgemeine Neuropathietherapie reichen die Belege nicht aus.
Wie Ernährung wirkt
Energiestoffwechsel
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. [1]
Nervensystem
Psychische Funktion
Vitamin B6 trägt zur normalen psychischen Funktion bei. [1]
Aussagen & Evidenz
Vitamin B6 trägt zu einer normalen Cystein-Synthese bei. [1]
Diese zugelassene Aussage darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen.
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Die Aussage bezieht sich auf den normalen Stoffwechsel, nicht auf die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei. [1]
Diese zugelassene Aussage darf nur für Lebensmittel verwendet werden, die mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen.
Vitamin B6 trägt zur normalen psychischen Funktion bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Daraus folgt nicht, dass zusätzliche Präparate deine Stimmung oder Konzentration verbessern.
Vitamin B6 trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Dies ist keine Aussage zur Behandlung einer Blutarmut.
Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Die Aussage verspricht weder ein über das normale Maß hinaus gestärktes Immunsystem noch Schutz vor Infektionen.
Vitamin B6 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Die Aussage bedeutet nicht, dass B6-Präparate jede Ursache von Müdigkeit beheben.
Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. [1]
Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für die Angabe „Vitamin-B6-Quelle“ erfüllen. Dies ist keine Aussage zur Behandlung hormoneller Erkrankungen.
Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin und umfasst sechs verwandte Verbindungen. [3]
Dazu gehören Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin sowie ihre jeweiligen Phosphatformen. Pyridoxal-5′-phosphat (PLP) und Pyridoxamin-5′-phosphat (PMP) sind aktive Coenzymformen.
Ein Teil des natürlich vorkommenden Vitamins B6 in pflanzlichen Lebensmitteln liegt in weniger gut verfügbaren, glykosylierten Formen vor. [3]
Dies betrifft unter anderem Obst, Gemüse und Getreide. Pflanzliche Lebensmittel können trotzdem zu deiner Vitamin-B6-Versorgung beitragen; daraus lässt sich keine einheitliche Aufnahmequote für alle pflanzlichen Lebensmittel ableiten.
Die EFSA nennt für Vitamin B6 Referenzzufuhren von 1,6 mg pro Tag für erwachsene Frauen und 1,7 mg pro Tag für erwachsene Männer. [4]
In der Schwangerschaft beträgt die Referenzzufuhr 1,8 mg pro Tag, in der Stillzeit 1,7 mg pro Tag. Die Werte beziehen sich auf die gesamte tägliche Zufuhr, nicht auf eine Präparatedosis oder deinen exakt bestimmbaren individuellen Bedarf. Einige Werte wurden durch Extrapolation abgeleitet.
Ein isolierter Vitamin-B6-Mangel ist selten; ein unzureichender B6-Status tritt häufig zusammen mit einem niedrigen Status anderer B-Vitamine auf. [3]
Dazu zählen Folat und Vitamin B12. Dieser allgemeine Befund sagt nicht aus, ob du persönlich einen Mangel hast.
Eine übermäßige Vitamin-B6-Zufuhr kann periphere Nerven schädigen. [2]
Der ursächliche Zusammenhang mit peripherer Neuropathie ist gut belegt. Wasserlöslichkeit macht hoch dosierte Präparate nicht harmlos. Die individuelle Empfindlichkeit und die Zeit bis zum Auftreten von Beschwerden variieren.
Die EFSA hat 2023 für Erwachsene eine tolerierbare obere Zufuhrmenge für Vitamin B6 von 12 mg pro Tag festgelegt, auch während Schwangerschaft und Stillzeit. [2]
Der Wert umfasst Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel zusammen sowie alle Vitamin-B6-Formen. Für Kinder gelten niedrigere, altersabhängige Werte. Er ist eine Sicherheitsobergrenze für die langfristige Zufuhr, kein Zufuhrziel und keine genaue Schwelle, ab der Nervenschäden beginnen.
Sicherheitshinweise
Nebenwirkung
Zu viel Vitamin B6 kann Nerven schädigen
Eine überhöhte B6-Zufuhr, insbesondere durch längerfristig hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel, kann eine periphere sensorische Neuropathie verursachen. Mögliche Zeichen sind Kribbeln, Brennen oder Taubheit an Händen und Füßen sowie Koordinationsprobleme. Wenn solche Beschwerden auftreten, setze nicht ärztlich verordnete B6-Präparate ab und lass dich zeitnah ärztlich untersuchen; bei verordneten Präparaten kontaktiere die behandelnde Praxis. Die Erholung kann unvollständig sein. [2][6][7]
Vorsicht
B6 aus mehreren Präparaten zusammenrechnen
Wenn du Nahrungsergänzungsmittel nutzt, prüfe auch Multivitamine sowie Magnesium- und Zinkpräparate auf B6. TGA berichtet über Neuropathien bei ergänzender Zufuhr unter 50 mg täglich und bei Kombination mehrerer Produkte. Diese Berichte zeigen nicht, wie häufig Schäden bei einer bestimmten Dosis auftreten; 50 mg sind keine Sicherheitsgrenze. [6]
Obergrenze · Erwachsene
EFSA-Obergrenze: 12 mg täglich für Erwachsene
EFSA setzt die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene auf 12 mg B6 täglich fest, auch in Schwangerschaft und Stillzeit. Sie gilt für die längerfristige Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln, angereicherten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln sowie für alle B6-Formen. Sie ist kein empfohlenes Einnahmeziel und keine pauschale Behandlungsgrenze für ärztlich überwachte Therapien. [2]
Obergrenze
Für Säuglinge und Kinder gelten niedrigere Obergrenzen
Die EFSA-Obergrenzen für die tägliche Gesamtzufuhr betragen: 2,2 mg mit 4–6 Monaten, 2,5 mg mit 7–11 Monaten, 3,2 mg mit 1–3 Jahren, 4,5 mg mit 4–6 Jahren, 6,1 mg mit 7–10 Jahren, 8,6 mg mit 11–14 Jahren und 10,7 mg mit 15–17 Jahren. Hoch dosierte Erwachsenenpräparate solltest du Kindern nicht ohne ärztliche Empfehlung geben. Diese Werte sind keine empfohlenen Zufuhrmengen. [2]
Vorsicht
„Aktive“ B6-Formen sind nicht nachweislich sicherer
Wenn du B6 als Pyridoxal-5′-phosphat, auch P-5-P oder PLP genannt, einnimmst, gelten dieselben EFSA-Obergrenzen. Es gibt keine ausreichenden Belege dafür, dass diese Form bei hohen Ergänzungsdosen sicherer ist als Pyridoxin. Auch die Wasserlöslichkeit schützt nicht vor Überdosierung. [2]
Nebenwirkung
Weitere mögliche Beschwerden bei überhöhter Zufuhr
Bei Menschen mit überhöhter B6-Zufuhr wurden auch Übelkeit, Sodbrennen, Lichtempfindlichkeit und schmerzhafte Hautveränderungen beschrieben. Verlässliche Angaben zur Häufigkeit fehlen; diese Beschwerden sind nicht als typische Folgen normaler Lebensmittelzufuhr zu verstehen. [3]
Wechselwirkung
Wechselwirkung mit Levodopa ohne Carbidopa oder Benserazid
Wenn du Levodopa ohne Carbidopa oder Benserazid einnimmst, kann ergänzendes Pyridoxin dessen Wirkung abschwächen. Kläre B6-Präparate mit deiner behandelnden Praxis ab. Diese Wechselwirkung wird durch einen peripheren Decarboxylasehemmer verhindert und sollte nicht pauschal auf alle Levodopa-Kombinationen übertragen werden. [8]
Wechselwirkung
Carbidopa/Levodopa kann mit B6-Mangel verbunden sein
Unter Carbidopa/Levodopa kann ein B6-Mangel auftreten, der auch mit Krampfanfällen verbunden sein kann. Besonders bei hoher Dosierung oder vermutetem Mangel kann eine ärztliche Kontrolle des B6-Status sinnvoll sein. Ergänze B6 bei Bedarf nach ärztlicher Empfehlung, statt selbst hohe Dosen einzunehmen. [9]
Wechselwirkung
Hohe B6-Dosen können bestimmte Antiepileptika beeinflussen
Wenn du Phenytoin oder Phenobarbital einnimmst, solltest du B6-Präparate ärztlich abklären. In Untersuchungen senkten 200 mg B6 täglich die Arzneimittelkonzentrationen. Ob niedrigere B6-Dosen denselben Effekt haben, ist nicht bekannt; 200 mg liegen deutlich über der EFSA-Obergrenze. [3][2]
Wechselwirkung
Einige Antiepileptika können den B6-Status senken
Valproat, Carbamazepin und Phenytoin können den B6-Abbau erhöhen und den B6-Status senken. Wenn du eines dieser Arzneimittel einnimmst, besprich einen möglichen Ergänzungsbedarf mit deiner behandelnden Praxis. Das ist kein Grund, vorbeugend hohe B6-Dosen einzunehmen. [3]
Wechselwirkung
B6 bei Cycloserin oder Isoniazid ärztlich abstimmen
Cycloserin erhöht den B6-Verlust; eine ärztlich gesteuerte Ergänzung kann helfen, damit verbundene neurotoxische Wirkungen zu verhindern. B6 wird auch bei Isoniazid-bedingter peripherer Neuritis eingesetzt. Wenn du eines dieser Arzneimittel bekommst, lass Bedarf, Dosis und Dauer durch das Behandlungsteam festlegen. [3][10]
Wechselwirkung
Theophyllin kann mit niedrigem B6-Status verbunden sein
Bei Menschen, die Theophyllin einnehmen, kann der B6-Status erniedrigt sein. Dies könnte zu neurologischen Nebenwirkungen beitragen. Besprich einen möglichen Mangel oder Ergänzungsbedarf ärztlich, statt eigenständig hoch dosiertes B6 zu nehmen. [3]
Gegenanzeige
Bei bekannter Allergie das betreffende Präparat meiden
Wenn bei dir eine Überempfindlichkeit gegen Pyridoxin oder einen Bestandteil eines B6-Arzneimittels bekannt ist, darfst du dieses Präparat nicht verwenden. Prüfe die konkrete Zusammensetzung und Produktinformation. Das ist keine pauschale Aufforderung, B6-haltige Lebensmittel zu meiden. [10]
Vorsicht
Bei Nierenerkrankungen Ergänzungen individuell abklären
Bei Nierenerkrankungen, Dialyse oder nach einer Nierentransplantation kann der B6-Status niedrig sein. Lass einen möglichen Ergänzungsbedarf medizinisch beurteilen. Ein erhöhtes Mangelrisiko bedeutet nicht automatisch, dass hohe B6-Dosen sinnvoll oder sicher sind. [3]
Vorsicht
Bestehende Neuropathie nicht eigenständig mit B6 behandeln
Wenn du bereits eine Neuropathie hast, ist zusätzliches B6 nicht automatisch hilfreich. Die Belege für B6 allein als allgemeine Neuropathiebehandlung reichen nicht aus, während zu viel B6 selbst Nerven schädigen kann. Lass die Ursache und einen möglichen Mangel abklären. [7]
Vorsicht · Schwangere
Höhere Arzneimitteldosen in der Schwangerschaft ärztlich abklären
Schwangerschaft ist keine allgemeine Gegenanzeige für B6. Die EFSA-Obergrenze für die längerfristige Gesamtzufuhr bleibt 12 mg täglich. Höher dosierte Arzneimittel solltest du nur nach ärztlicher Beurteilung des konkreten Produkts verwenden; in der Stillzeit ist ebenfalls eine produktspezifische Abklärung wichtig. [2][10]
Enthalten in
Häufige Fragen
Wofür braucht dein Körper Vitamin B6?
Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems und des Immunsystems bei. Es unterstützt außerdem den normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel; zusätzliche Präparate geben dir bei ausreichender Versorgung nicht automatisch mehr Energie.
Wie viel Vitamin B6 brauchst du täglich?
Die EFSA nennt Referenzzufuhren von 1,6 mg täglich für erwachsene Frauen und 1,7 mg für erwachsene Männer. In der Schwangerschaft sind es 1,8 mg, in der Stillzeit 1,7 mg täglich. Diese Werte beziehen sich auf die gesamte Zufuhr, nicht auf eine Präparatedosis oder deinen exakt bestimmbaren individuellen Bedarf.
Kann zu viel Vitamin B6 schädlich sein?
Ja: Eine übermäßige Zufuhr kann periphere Nerven schädigen und etwa Kribbeln, Brennen oder Taubheit an Händen und Füßen verursachen. Die EFSA-Obergrenze für Erwachsene beträgt 12 mg täglich aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zusammen, auch in Schwangerschaft und Stillzeit. Sie ist kein Zufuhrziel und keine genaue Schwelle, ab der Nervenschäden beginnen.
Worauf solltest du achten, wenn du mehrere Nahrungsergänzungsmittel nimmst?
Prüfe auch Multivitamine sowie Magnesium- und Zinkpräparate auf Vitamin B6 und rechne die Mengen der jeweiligen Tagesdosen zusammen. Die EFSA-Obergrenze von 12 mg täglich für Erwachsene gilt für die Gesamtzufuhr einschließlich Lebensmitteln, nicht für jedes Präparat einzeln.
Ist die „aktive“ B6-Form P-5-P sicherer als Pyridoxin?
Es gibt keine ausreichenden Belege dafür, dass Pyridoxal-5′-phosphat, auch P-5-P oder PLP genannt, bei hohen Ergänzungsdosen sicherer ist als Pyridoxin. Die EFSA-Obergrenzen gelten für alle Vitamin-B6-Formen.
Quellen
- 01European Commission · 2012Commission Regulation (EU) No 432/2012 establishing a list of permitted health claims made on foods, other than those referring to the reduction of disease risk and to children's development and healthQuelle öffnen
- 02EFSA Journal · 2023Scientific opinion on the tolerable upper intake level for vitamin B6DOI 10.2903/j.efsa.2023.8006
- 03National Institutes of Health, Office of Dietary SupplementsVitamin B6 - Health Professional Fact SheetQuelle öffnen
- 04EFSA Journal · 2016Dietary Reference Values for vitamin B6EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA)DOI 10.2903/j.efsa.2016.4485
- 05European Parliament and Council of the European Union · 2011Regulation (EU) No 1169/2011 on the provision of food information to consumersQuelle öffnen
- 06Therapeutic Goods AdministrationPeripheral neuropathy with supplementary vitamin B6 (pyridoxine)Quelle öffnen
- 07Nutrients · 2023The role of vitamin B6 in peripheral neuropathy: a systematic reviewQuelle öffnen
- 08How to Optimize the Effectiveness and Safety of Parkinson’s Disease Therapy? – A Systematic Review of Drugs Interactions with Food and Dietary SupplementsQuelle öffnen
- 09European Medicines AgencyHopledo, INN-levodopa, carbidopa: public assessment reportQuelle öffnen
- 10Health Products Regulatory AuthorityPyridoxine medicine: Summary of Product CharacteristicsQuelle öffnen
- 11U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service – FoodData Central · 2019Bananas, raw (FDC ID 173944, SR Legacy)Quelle öffnen
- 122019A Systematic Review and Meta-Analysis of B Vitamin Supplementation on Depressive Symptoms, Anxiety, and Stress: Effects on Healthy and ‘At-Risk’ IndividualsQuelle öffnen
- 132025Efficacy of B Vitamin Supplementation on Global Cognitive Function in Older Adults: A Systematic Review and Meta-analysisPubMed 40966571Quelle öffnen
- 14BMJ · 1999Efficacy of vitamin B-6 in the treatment of premenstrual syndrome: systematic reviewQuelle öffnen
- 15Cochrane · 2017Homocysteine-lowering interventions (B-complex vitamin therapy) for preventing cardiovascular eventsQuelle öffnen
- 16CochraneNo evidence of benefit from vitamin B6 supplementation on mood or cognition of older people with normal vitamin B6 status or with vitamin B6 deficiencyQuelle öffnen
- 172023The effects of pyridoxine (vitamin B6) supplementation in nausea and vomiting during pregnancy: a systematic review and meta-analysisPubMed 36719452Quelle öffnen
- 18Journal of the National Cancer Institute · 2017Vitamin B6 and Cancer Risk: A Field Synopsis and Meta-AnalysisQuelle öffnen
- 19Istituto Superiore di SanitàVitamina B6: a cosa serve, dove si trova, carenza e eccessiQuelle öffnen