
Mineralstoffe
Eisen
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und Bestandteil von Hämoglobin, das Sauerstoff im Blut transportiert.
Eisen gehört zu den Mineralstoffen, die dein Körper über die Ernährung braucht. Als Spurenelement wird es nur in kleinen Mengen benötigt. Es ist Bestandteil von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen und von Myoglobin, das Sauerstoff in den Muskeln bindet. In Lebensmitteln kommt Eisen als Häm-Eisen und Nicht-Häm-Eisen vor. Häm-Eisen wird in der Regel besser aufgenommen; Vitamin C kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen verbessern. Eisen ist selbst kein Lebensmittel, sondern ein darin enthaltener Nährstoff.
Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement: Dein Körper braucht es in kleinen Mengen aus der Ernährung. Es ist Bestandteil von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff im Blut transportiert. In den Muskeln gehört es zu Myoglobin, das Sauerstoff bindet.
Was Eisen in deinem Körper macht
Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin sowie zum normalen Sauerstofftransport bei. Es unterstützt außerdem den normalen Energiestoffwechsel, die normale Funktion des Immunsystems und die normale kognitive Funktion. Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Diese Funktionen sind in der EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012 als gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Für ihre Verwendung muss ein Lebensmittel mindestens die Bedingungen für eine „Eisenquelle“ erfüllen. Sie bedeuten nicht, dass zusätzliches Eisen bei ausreichender Versorgung mehr Energie, bessere geistige Leistung oder eine stärkere Immunabwehr bringt.
Häm-Eisen, Nicht-Häm-Eisen und die Aufnahme
Pflanzliche Lebensmittel enthalten Nicht-Häm-Eisen. Fleisch, Geflügel und Meeresprodukte enthalten sowohl Häm-Eisen als auch Nicht-Häm-Eisen. Häm-Eisen wird im Allgemeinen leichter aufgenommen. Wie viel Eisen dein Körper aufnimmt, hängt auch von deinen Eisenspeichern und der Zusammensetzung der Mahlzeit ab.
Vitamin C verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen. Du kannst deshalb pflanzliche Eisenquellen innerhalb derselben Mahlzeit mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln kombinieren. Phytat und bestimmte Polyphenole können die Aufnahme aus einer Mahlzeit verringern. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass die entsprechenden Lebensmittel langfristig Eisenmangel verursachen oder dass du sie meiden solltest.
Wie viel Eisen brauchst du?
Die EFSA nennt folgende Referenzzufuhr für Erwachsene:
- 11 mg täglich für Männer und Frauen nach der Menopause.
- 16 mg täglich für Frauen vor der Menopause; menstruelle Eisenverluste tragen zum höheren Wert bei.
Für Schwangere und Stillende übernimmt die EFSA den Wert von 16 mg täglich. In der Schwangerschaft setzt dies einen ausreichenden Eisenstatus bei der Empfängnis voraus.
Die Werte beziehen sich auf die Gesamtzufuhr über die Ernährung, nicht auf eine persönliche Dosierung von Eisenpräparaten. Die 14 mg auf EU-Nährwertkennzeichnungen sind dagegen eine Referenzmenge für die Kennzeichnung und kein geschlechtsspezifischer Bedarfswert.
Eisenmangel kann ohne Anämie bestehen
Deine Eisenspeicher können bereits erschöpft sein, obwohl der Hämoglobinwert noch im Normalbereich liegt. Ein normaler Hämoglobinwert allein schließt Eisenmangel deshalb nicht aus. Ferritin hilft bei der Beurteilung der Eisenspeicher, kann aber durch Entzündungen erhöht sein. Lass den Wert im klinischen Zusammenhang beurteilen; für manche diagnostischen Grenzwerte ist die Evidenz begrenzt.
Müdigkeit ist nicht automatisch ein Grund, Eisen einzunehmen. Eine systematische Übersichtsarbeit fand moderate Evidenz für eine leichte Verringerung selbst berichteter Müdigkeit bei Erwachsenen mit nachgewiesenem Eisenmangel ohne Anämie. Ein Nutzen bei jeder Form von Müdigkeit ist damit nicht belegt. Wenn du anhaltend müde bist, lass die Ursache abklären. Auch eine Anämie bedeutet nicht automatisch Eisenmangel.
Bei Eisenpräparaten zählt die sichere Anwendung
Die EFSA legte 2024 für Erwachsene einschließlich Schwangeren und Stillenden eine sichere Gesamtzufuhr von 40 mg Eisen täglich aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln fest. Dieser Wert ist weder ein Einnahmeziel noch eine tolerierbare obere Aufnahmemenge (UL): Für einen UL reichten die Daten nicht aus. Höhere Mengen bedeuten nicht automatisch einen Schaden; ihr Risiko lässt sich mit diesem Wert aber nicht bestimmen. Ärztlich überwachte Eisenbehandlungen sind davon ausgenommen.
Orale Eisenpräparate können Übelkeit, Bauchbeschwerden, Verstopfung oder Durchfall verursachen. Außerdem können sie mit Medikamenten wie Levothyroxin, bestimmten Antibiotika und Levodopa wechselwirken. Lass die Kombination und passende Einnahmeabstände in der Arztpraxis oder Apotheke prüfen.
Wichtige Vorsichtsmaßnahmen
Bei hereditärer Hämochromatose solltest du Eisenpräparate vermeiden. Auch andere Formen der Eisenüberladung oder wiederholte Bluttransfusionen erfordern vor einer Ergänzung eine ärztliche Prüfung.
Dunklerer Stuhl ist bei oralem Eisen häufig und meist harmlos. Schwarzen, teerartigen oder blutigen Stuhl solltest du jedoch medizinisch abklären lassen.
Bewahre Eisenpräparate außerhalb der Reichweite von Kindern auf: Eine akute Überdosierung kann schwere, auch tödliche Vergiftungen verursachen. Kontaktiere bei Verdacht sofort die örtliche Giftnotrufstelle oder den Rettungsdienst und warte nicht auf Symptome.
Wie Ernährung wirkt
Aussagen & Evidenz
Eisen trägt zur normalen kognitiven Entwicklung von Kindern bei. [6]
Diese gesonderte Angabe zur Entwicklung von Kindern wurde mit Verordnung (EU) Nr. 957/2010 zugelassen. Das Lebensmittel muss mindestens die Bedingungen für „Eisenquelle“ erfüllen; daraus ergibt sich keine pauschale Empfehlung für Eisenpräparate bei Kindern.
Eisen kommt in Lebensmitteln als Häm- und Nicht-Häm-Eisen vor. Häm-Eisen wird im Allgemeinen besser aufgenommen. [7]
Pflanzliche Lebensmittel enthalten Nicht-Häm-Eisen. Fleisch, Geflügel und Meeresprodukte enthalten beide Formen. Wie viel Eisen du aufnimmst, hängt auch von deinen Eisenspeichern und der Zusammensetzung der Mahlzeit ab.
Vitamin C verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen. [7][1]
Du kannst pflanzliche Eisenquellen innerhalb einer Mahlzeit mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln kombinieren. Das ist eine Information zur Eisenaufnahme, keine zusätzliche zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Eisen; die entsprechende EU-Angabe bezieht sich auf Vitamin C.
Phytat und bestimmte Polyphenole können die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus einer Mahlzeit verringern. [7]
Der Einfluss auf die Aufnahme aus einzelnen Mahlzeiten ist gut belegt. Daraus lässt sich aber nicht automatisch ableiten, dass diese Lebensmittel langfristig einen Eisenmangel verursachen oder dass du sie meiden solltest. In einer gemischten Ernährung sind die Effekte abgeschwächt.
Die EFSA nennt als Referenzzufuhr für Erwachsene 11 mg Eisen pro Tag für Männer und Frauen nach der Menopause sowie 16 mg pro Tag für Frauen vor der Menopause. [8]
Eisenverluste durch die Menstruation tragen zum höheren Referenzwert bei. Die Werte beziehen sich auf die Gesamtzufuhr über die Ernährung und sind keine persönliche Dosierungsempfehlung für Eisenpräparate.
Ein Eisenmangel kann bereits bestehen, bevor eine Anämie auftritt. [7]
Deine Eisenspeicher können bereits erschöpft sein, während der Hämoglobinwert noch im Normalbereich liegt. Eine Eisenmangelanämie ist ein späteres Stadium; ein normaler Hämoglobinwert allein schliesst Eisenmangel nicht aus.
Ferritin wird zur Beurteilung der Eisenspeicher genutzt, kann aber bei Entzündungen erhöht sein. [9][7]
Die WHO empfiehlt, Entzündungen bei der Interpretation zu berücksichtigen. Lass deinen Wert im klinischen Zusammenhang beurteilen: Ein normaler oder erhöhter Ferritinwert schliesst bei Entzündungen einen Eisenmangel nicht zuverlässig aus. Für manche diagnostischen Grenzwerte ist die Evidenz begrenzt.
Die EFSA legte 2024 für Erwachsene eine sichere Gesamtzufuhr von 40 mg Eisen pro Tag fest, konnte aber keine tolerierbare obere Zufuhrmenge (UL) ableiten. [10][7]
Der Wert umfasst Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel und gilt auch für Schwangere und Stillende. Er ist kein Zufuhrziel und keine Supplementempfehlung. Höhere Mengen sind nicht automatisch schädlich, ihr Risiko lässt sich mit diesem Wert aber nicht bestimmen. Hoch dosierte Präparate können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ärztlich überwachte Behandlungen einer Eisenmangelanämie fallen nicht unter diesen Wert.
Sicherheitshinweise
Obergrenze · Erwachsene
Sichere Aufnahmemenge ist keine Höchstgrenze
Die EFSA nennt für Erwachsene, einschließlich Schwangeren und Stillenden, 40 mg Eisen täglich aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln als sichere Aufnahmemenge. Das ist weder ein Einnahmeziel noch eine tolerierbare obere Aufnahmemenge (UL): Für einen UL reichen die Daten nicht aus. Eine Überschreitung bedeutet nicht automatisch einen Schaden; ärztlich überwachte Eisenbehandlungen sind ausdrücklich ausgenommen. [12]
Obergrenze
Altersabhängige sichere Aufnahmemengen
Für Kinder und Jugendliche nennt die EFSA folgende sichere Mengen aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zusammen: 1–3 Jahre 10 mg, 4–6 Jahre 15 mg, 7–10 Jahre 20 mg, 11–14 Jahre 30 mg und 15–17 Jahre 35 mg täglich. Für Säuglinge von 4–11 Monaten gelten 5 mg täglich nur für Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel, ohne Säuglingsanfangs- und Folgenahrung. Diese Werte sind keine Einnahmeempfehlungen und keine ULs. [12][13]
Nebenwirkung
Magen-Darm-Beschwerden durch orale Eisenpräparate
Eisenpräparate zum Einnehmen können Übelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall verursachen. Für Eisensulfat zeigen randomisierte Studien bei Erwachsenen häufiger Magen-Darm-Nebenwirkungen als unter Placebo. Wenn dich Beschwerden belasten, besprich die Behandlung, statt die Dosis selbst zu verändern. [14][15]
Vorsicht
Dunkler Stuhl und Warnzeichen unterscheiden
Bei Eisenpräparaten zum Einnehmen ist dunklerer Stuhl häufig und meist harmlos. Schwarzen, teerartigen Stuhl, sichtbares Blut oder begleitendes Unwohlsein solltest du jedoch medizinisch abklären lassen und nicht einfach auf das Eisen zurückführen. [15]
Vorsicht
Überdosierung: besonders gefährlich für Kinder
Eine akute Überdosierung mit Eisenpräparaten kann schwere, auch tödliche Vergiftungen verursachen, besonders bei Kindern. Bewahre sie außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Kontaktiere bei vermuteter Überdosierung sofort die örtliche Giftnotrufstelle oder den Rettungsdienst; warte nicht auf Symptome. [16][10]
Gegenanzeige
Keine eigenständige Ergänzung bei Eisenüberladung
Bei hereditärer Hämochromatose solltest du keine Eisenpräparate einnehmen. Auch bei anderer Eisenüberladung, Hämosiderose oder wiederholten Bluttransfusionen muss vor einer Ergänzung ärztlich geprüft werden, ob Eisen geeignet ist. Eisenansammlungen können Organe, insbesondere die Leber, schädigen. [16][17][10]
Vorsicht
Nicht jede Anämie braucht Eisen
Eine Anämie bedeutet nicht automatisch Eisenmangel. Lass die Ursache klären, bevor du Eisen zur Behandlung einnimmst. Bei Thalassämie, Sichelzellkrankheit oder anderen Anämien ist eine individuelle ärztliche Beurteilung wichtig; diese Diagnosen schließen eine überwachte Behandlung eines nachgewiesenen Eisenmangels nicht grundsätzlich aus. [17]
Vorsicht
Bei Magen-Darm-Erkrankungen individuell prüfen
Wenn du Magengeschwüre, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, andere Darmprobleme oder eine frühere Magenoperation hast, besprich orale Eisenpräparate vorher mit deinem Behandlungsteam. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede Eisenbehandlung ungeeignet ist. [17]
Wechselwirkung
Abstand zu Levothyroxin beachten
Orales Eisen kann die Aufnahme und Wirkung von Levothyroxin verringern. Das NIH ODS verweist auf Tabletteninformationen, die mindestens vier Stunden Abstand empfehlen. Lass dir den passenden Einnahmeplan für deine Präparate in der Apotheke bestätigen. [7]
Wechselwirkung
Wechselwirkungen mit bestimmten Antibiotika
Orales Eisen kann mit bestimmten Tetracyclin- und Fluorchinolon-Antibiotika wechselwirken, etwa Doxycyclin, Oxytetracyclin und Ciprofloxacin. Frage nach dem präparatespezifischen Einnahmeabstand; ein einheitlicher Abstand gilt nicht für alle Antibiotika. [18]
Wechselwirkung
Levodopa kann schlechter aufgenommen werden
Eisenpräparate zum Einnehmen können die Aufnahme von Levodopa verringern und dadurch ihre Wirkung abschwächen. Wenn du Levodopa einnimmst, lass die Kombination und die Einnahmezeiten vor einer Eisenergänzung prüfen. [7]
Wechselwirkung
Säureblocker können die Eisenaufnahme verringern
Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol können durch geringere Magensäure die Eisenaufnahme vermindern. Bei bestehendem Eisenmangel kann dadurch die Antwort auf orale Eisenpräparate schwächer ausfallen. Besprich eine unzureichende Wirkung mit deinem Behandlungsteam; setze den Säureblocker nicht selbst ab. [7]
Wechselwirkung
Weitere Medikamente und Mineralstoffpräparate prüfen
Bei oralem Eisen müssen unter anderem bestimmte HIV-Medikamente, Bisphosphonate, Eltrombopag, Mycophenolat, Penicillamin, Trientin und Antazida geprüft werden. Auch Calcium-, Magnesium- und Zinkpräparate können relevant sein. Lass dir einen individuellen Einnahmeplan erstellen und prüfe zusätzliche eisenhaltige Produkte, um unbeabsichtigte Doppelgaben zu vermeiden. [18]
Nebenwirkung
Intravenöses Eisen: schwere allergische Reaktionen möglich
Alle intravenösen Eisenpräparate können schwere, potenziell tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Die Gabe erfordert geschultes Personal, Wiederbelebungsmöglichkeiten und Beobachtung während sowie mindestens 30 Minuten nach der Verabreichung. Eine frühere gut verträgliche Gabe oder eine Testdosis schließt das Risiko nicht aus. Diese Warnung betrifft intravenöse Arzneimittel, nicht Eisen in Lebensmitteln. [19]
Gegenanzeige
Allergievorgeschichte vor intravenösem Eisen angeben
Intravenöses Eisen ist bei Überempfindlichkeit gegen seine Bestandteile oder bei bekannter schwerer Überempfindlichkeit gegen andere parenterale Eisenpräparate kontraindiziert. Schweres Asthma, Ekzeme, andere Allergien sowie bestimmte Immun- oder Entzündungserkrankungen können das Reaktionsrisiko erhöhen. Informiere das Behandlungsteam vor der Gabe. [19]
Nebenwirkung
Eisencarboxymaltose kann den Phosphatspiegel senken
Intravenöse Eisencarboxymaltose kann eine Hypophosphatämie verursachen. Anhaltend niedrige Phosphatwerte mit Symptomen können zu Osteomalazie und Knochenbrüchen führen; wie häufig diese Knochenkomplikationen auftreten, ist unklar. Bei wiederholten hohen Dosen, Langzeitbehandlung oder Risikofaktoren wie Vitamin-D-Mangel, Malabsorption, entzündlichen Darmerkrankungen oder Osteoporose ist eine Phosphatkontrolle wichtig. [20]
Vorsicht
Mögliches zusätzliches Infektionsrisiko bei intravenösem Eisen
Eine systematische Auswertung randomisierter Studien fand bei intravenösem Eisen einen moderaten relativen Anstieg von Infektionen gegenüber oralem Eisen oder keiner Eisengabe. Unterschiedliche Infektionsdefinitionen erschweren die Einordnung. Das Behandlungsteam sollte diesen Befund in die Nutzen-Risiko-Abwägung einbeziehen; er lässt sich nicht auf Eisen in Lebensmitteln übertragen. [21]
Vorsicht · Schwangere
Intravenöses Eisen in der Schwangerschaft nur nach Abwägung
Die EMA empfiehlt intravenöses Eisen in der Schwangerschaft nur, wenn es eindeutig notwendig ist, und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung im zweiten oder dritten Trimester. Diese Einschränkung betrifft intravenöse Arzneimittel, nicht Eisen aus Lebensmitteln oder pauschal alle oralen Eisenpräparate. [19]
Häufige Fragen
Wie viel Eisen brauche ich täglich?
Die EFSA nennt für erwachsene Männer und Frauen nach der Menopause eine Referenzzufuhr von 11 mg Eisen täglich, für Frauen vor der Menopause 16 mg. Diese Werte beziehen sich auf die Gesamtzufuhr über die Ernährung und sind keine Dosierungsempfehlung für Eisenpräparate.
Wie kann ich die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln verbessern?
Kombiniere pflanzliche Eisenquellen in derselben Mahlzeit mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln. Vitamin C verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen, der Eisenform in pflanzlichen Lebensmitteln.
Kann ich Eisenmangel haben, obwohl mein Hämoglobinwert normal ist?
Ja, deine Eisenspeicher können bereits erschöpft sein, bevor eine Anämie entsteht. Ein normaler Hämoglobinwert allein schließt Eisenmangel nicht aus; Ferritin hilft bei der Beurteilung der Eisenspeicher, muss aber unter Berücksichtigung möglicher Entzündungen interpretiert werden.
Sollte ich Eisen nehmen, wenn ich oft müde bin?
Nicht automatisch: Eisenpräparate können bei Erwachsenen mit nachgewiesenem Eisenmangel ohne Anämie die selbst berichtete Müdigkeit etwas verringern. Ein Nutzen bei jeder Form von Müdigkeit ist damit nicht belegt; lass anhaltende Müdigkeit abklären, statt auf eigene Faust Eisen einzunehmen.
Welche Nebenwirkungen können Eisenpräparate haben?
Eisenpräparate zum Einnehmen können Übelkeit, Bauchbeschwerden, Verstopfung oder Durchfall verursachen. Dunklerer Stuhl ist häufig und meist harmlos; schwarzen, teerartigen oder blutigen Stuhl solltest du jedoch medizinisch abklären lassen.
Weitere Einträge
Calcium
Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Es ist ein Baustein von Knochen und Zähnen und trägt zur normalen Funktion von Muskeln, Nerven und Blutgerinnung bei.
Jod
Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Dein Körper braucht es, um Schilddrüsenhormone zu bilden, die den Stoffwechsel sowie Wachstum und Entwicklung unterstützen.
Selen
Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Dein Körper benötigt es in kleinen Mengen für selenhaltige Proteine, die unter anderem am Schilddrüsenhormonstoffwechsel und am Schutz vor oxidativen Schäden beteiligt sind.
Zink
Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das du über die Ernährung aufnimmst. Es erfüllt wichtige Aufgaben in Enzymen und anderen Proteinen.
Magnesium
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff. Dein Körper benötigt ihn unter anderem für den Energiestoffwechsel, die normale Muskel- und Nervenfunktion sowie den Aufbau der Knochen.
Kalium
Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff und Elektrolyt. Es unterstützt die normale Funktion von Nerven und Muskeln und hilft, die Flüssigkeitsverteilung im Körper zu regulieren.
Quellen
- 01European Commission · 2012Commission Regulation (EU) No 432/2012 establishing a list of permitted health claims made on foods, other than those referring to the reduction of disease risk and to children's development and healthQuelle öffnen
- 02EFSA JournalIron related health claimsQuelle öffnen
- 03Cochrane Database of Systematic Reviews · 2016Daily iron supplementation for improving anaemia, iron status and health in menstruating womenQuelle öffnen
- 042018Efficacy of iron supplementation on fatigue and physical capacity in non-anaemic iron-deficient adults: a systematic review of randomised controlled trialsQuelle öffnen
- 052023Effects of iron supplementation on cognitive development in school-age children: Systematic review and meta-analysisQuelle öffnen
- 06European Commission · 2010Commission Regulation (EU) No 957/2010 of 22 October 2010 on the authorisation and refusal of authorisation of certain health claims made on foods and referring to the reduction of disease risk and to children's development and healthQuelle öffnen
- 07National Institutes of Health, Office of Dietary SupplementsIron - Health Professional Fact SheetQuelle öffnen
- 08EFSA Journal · 2015Scientific Opinion on Dietary Reference Values for ironEFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA)DOI 10.2903/j.efsa.2015.4254
- 09World Health OrganizationWHO guideline on use of ferritin concentrations to assess iron status in individuals and populations — executive summaryQuelle öffnen
- 10European Food Safety Authority · 2024Scientific opinion on the tolerable upper intake level for ironQuelle öffnen
- 11European Parliament and Council of the European Union · 2011Regulation (EU) No 1169/2011 on the provision of food information to consumersQuelle öffnen
- 12EFSA Journal · 2024Scientific opinion on the tolerable upper intake level for ironEFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA)DOI 10.2903/j.efsa.2024.8819
- 13European Food Safety AuthoritySummary tables of tolerable upper intake levels for vitamins and minerals, version 8Quelle öffnen
- 14PLOS ONE · 2015Ferrous sulfate supplementation causes significant gastrointestinal side-effects in adults: a systematic review and meta-analysisPubMed 25700159Quelle öffnen
- 15NHSSide effects of ferrous sulfateQuelle öffnen
- 16National Institutes of Health, Office of Dietary SupplementsIron — Fact Sheet for ConsumersQuelle öffnen
- 17NHSWho can and cannot take ferrous sulfateQuelle öffnen
- 18NHSTaking ferrous sulfate with other medicines and herbal supplementsQuelle öffnen
- 19European Medicines Agency · 2013New recommendations to manage risk of allergic reactions with intravenous iron-containing medicinesQuelle öffnen
- 20Medicines and Healthcare products Regulatory Agency · 2020Ferric carboxymaltose (Ferinject): risk of symptomatic hypophosphataemia leading to osteomalacia and fracturesQuelle öffnen
- 21JAMA Network Open · 2021Risk of Infection Associated With Administration of Intravenous Iron: A Systematic Review and Meta-analysisQuelle öffnen
- 22Deutsche Gesellschaft für ErnährungEisenQuelle öffnen
- 23National Center for Biotechnology InformationIron | Fe (Element) - PubChemQuelle öffnen
- 242022Systematic review and meta-analysis of intravenous iron therapy for adults with non-anaemic iron deficiency: An abridged Cochrane reviewQuelle öffnen





